Mountainbiker ist Aushängeschild
Der aus Neuenbürg stammende Mountainbiker und Downhiller Benny Strasser (22) ist derzeit das Aushängeschild der Skizunft Wildbad.

Mit 13 Jahren fuhr er sein erstes Rennen, inzwischen ist er bei vielen nationalen und internationalen Meisterschaften überaus erfolgreich gewesen, und selbst die Sponsoren zeigen großes Interesse an dem herausragenden Mountainbiker. So wurde er in diesem Sommer bei der Deutschen Meisterschaft im Downhill vom Bad Wildbader Sommerberg ins Enztal in 3:16 Minuten Sieger, obwohl er seine »Hausstrecke« diesmal nicht fahren konnte, da diese vier Wochen zuvor geändert worden war.
Nach seinem Abitur hatte Strasser zuerst einmal eine schulische Auszeit genommen, um sich voll auf den Rennsport zu konzentrieren. Inzwischen studiert er Technik-Management in Ravensburg/Weingarten mit dem Berufsziel Wirtschaftsingenieur und ist bereits im fünften Semester. Derzeit macht er ein halbjähriges Praktikum bei Porsche.
Im Jahr 2011 wurden von Strasser nicht so viele Rennen wie in den Vorjahren gefahren. Bei der internationalen Serie zum Weltcup 2011 nahm er an drei Rennen in Österreich, Frankreich und Italien teil und qualifizierte sich dadurch zum dritten Mal unter die Top 80 der Welt mit einem 42. Platz. Bei der Weltmeisterschaft in Champéry/Schweiz bewies er sein Können mit einem 29. Platz in der Elite-Klasse, einer extrem starken Konkurrentengruppe.
Strassers Bike ist kaum vergleichbar mit einem normalen Fahrrad, seinen Wert schätzt er auf mehr als 10.000 Euro. Er baut die Maschine selbst zusammen, um sie auf seine eigenen Bedürfnisse anzupassen, wobei er auch Prototypen verschiedener Einzelteile unterschiedlicher Firmen erprobt. Wichtig ist dabei geringeres Gewicht, bessere Wendigkeit und ein hoher Qualitätslevel bei den Einzelteilen. Im Bereich Mountainbike – so Strasser – sei der deutsche Markt der drittgrößte der Welt. Aus diesem Grunde sei auch das Sponsoring für die Firmen sehr wichtig.
Im nächsten Jahr will Strasser allerdings in der internationalen Szene stärker mitmischen und eine »Rennsaison komplett fahren«. Dies bedeutet an rund 20 Wettbewerben teilzunehmen, wobei die Austragungsorte gegen starke internationale Konkurrenz neben den Alpenländern unter anderem in Südafrika, Amerika, Kanada und Norwegen liegen und nicht nur fahrerisches Können, sondern auch absolute körperliche Fitness erfordern.
(Quelle: Schwarzwälder Bote; Foto: Schwarzwälder Bote)